Aus der Erd- und Frühgeschichte

Vor 150 Millionen Jahren lag unsere Mittelstädter Landschaft auf dem Grund eines Meeres. Von Norden her war der Ozean eingebrochen und überflutete ganz Südwestdeutschland und große Teile Frankreichs. Das Wasser erreichte Tiefen bis zu 50o m. Ein zuweilen reiches Tier- und Pflanzenleben entfaltete sich in den Fluten: Fische, Echsen, Saurier, Muscheln, Ammoniten, Belemniten, Seelilien und viele andere Lebewesen. Flüsse brachten von den Meeresküsten Sand und Schlamm mit, abgestorbene Pflanzen und Tiere verwandelten sich ebenfalls in Schlamm oder wurden so in ihn eingebettet, dass ein Verfaulen unmöglich war. Die Ablagerungen wuchsen und wuchsen. Je nach Tiefe und Temperatur des Wassers und der Art des Schutts der einmündenden Flüsse waren sie schlammig und schwarz, von sandiger Beschaffenheit oder hatten das Aussehen von grauem Ton und Kalk. Ungefähr 20-25 Millionen Jahre dauerte es, bis sich eine Schicht von etwa 800 m Schlamm, Sand, Ton und Kalk gebildet hatte. Dann wich das Meer wieder. Der abgelagerte Schlamm versteinerte und bildete eine mächtige Tafel, die nun über dem ehemals überschwemmten Gebiet lag. Ganz Südwestdeutschland war von dieser ebenen, steinernen Kalkkruste bedeckt. Gewaltige Kräfte aus dem Erdinnern drückten dann im Laufe von weiteren Millionen Jahren alte, ehemals abgesunkene Gebirge wieder nach oben, die Kalktafel wurde dabei stark aufgewölbt und erreichte im Feldberggebiet ihren höchsten Punkt mit einer Höhe von etwa 2700 m.

Aber auch die außenbärtigen Kräfte wie Wärme und Kälte, Wind und Wasser, ruhten nicht; sie schafften unablässig an der Abtragung des Kalkgebirges. Spaltenfrost und das fließende Wasser hatten daran den größten Anteil. Millimeter um Millimeter trugen sie den Kalk ab, der im aufgelösten Zustand mit den Bächen und Flüssen ins Meer transportiert wurde. Schließlich bildete sich eine Steilkante heraus, der Albtrauf, so wie er sich uns heute noch darbietet. Infolge außenbürtiger Abtragungskräfte weicht dieser Albrand jährlich um rund 2 Millimeter zurück.

15o Millionen Jahre haben diese Kräfte gebraucht, um die ursprüngliche Kalktafel bis zu dem Rest aufzulösen, der sich uns heute als Schwäbische Alb darstellt. Die Abtragung geht weiter. Im Ort Mittelstadt hat sie längst den ehemaligen Zustand aus der Zeit vor dem Einbruch des Ozeans erreicht. Hier nagt sie sogar schon an tiefer liegenden Erdschichten.

Wenn nun immer wieder Schulkinder und Erwachsene beim Ausheben von Baugruben auf Muscheln, Schnecken, Ammoniten oder Belemniten stoßen und die Vielfalt der schönen Formen bewundern, dann dürfen sie sich daran erinnern, dass diese Versteinerungen einst lebendige Wesen waren, die vor 15o Millionen Jahren dort im Wasser schwammen, wo wir heute atmen.

Leberkies

Beim Ausheben von Baugruben stößt der Bagger oder der Spaten in Mittelstadt immer wieder auf Kiesschichten von wechselnder Mächtigkeit. Einmal ist diese Schicht 1 m dick, ein anderes Mal von geringerer oder größerer Stärke. Voraussagen lässt sie sich in den wenigsten Fällen. Der »Leberkies«, wie er auch bei uns genannt wird, tritt auf, wo er will, zum Beispiel in den Steinigen, in der Schulstraße, in der Ledergasse, beim Bau der neuen Genossenschaftsbank, bei der Errichtung des Aussiedlerhofes und an anderen Orten. Offensichtlich sind es unterirdische Kiesinseln, die immer wieder angeschnitten werden, denn oft findet man wenige Meter neben dem Aufschluss auf dem Nachbargrundstück keinen Leberkies mehr, sehr zum Verdruss des Grundstückeigentümers, denn er ist als Bauuntergrund sehr geschätzt.

Woher kommen nun diese Flußschotter — um solche handelt es sich nämlich — die anscheinend punkt- oder inselförmig im Ort und auch außerhalb des Ortes anzutreffen sind? Ganz offensichtlich sind es Neckarschotter, die der Fluss als Geröll mitbrachte. Wie kommen nun aber Flußgerölle zum Aussiedlerhof auf den Lachenäckern?

Auch der Neckar hat seine Geschichte. Er floss nicht immer in dem Bett, das er heute einnimmt. Vor 700 000 Jahren ungefähr kannte er sicherlich noch kein Flusstal wie das heutige tief eingegrabene Neckartal. Das gab es damals noch gar nicht. Aber der Neckar brachte, wie auch heute noch, Gerölle mit sich, die von weither stammten. In den Schlingen des Flusses wurden sie zu Schotterbänken angelandet, die auch liegenblieben, als der Neckar sich wieder einen anderen Weg suchte. Aus dieser Zeit stammen die sogenannten oberen Höhenschotter, die beim Bau des Aussiedlerhofes angeschnitten wurden; sie sind etwa 700 00o Jahre alt und beweisen also, dass der Neckar zu jener Zeit viel weiter östlich floss als heute.

Vor 200000 Jahren hatte der Fluss das Tal schon so weit eingetieft, dass er von nun an gezwungen war, in der Höhe der Steinige zu fließen. Aus dieser Zeit stammen die Schotter der sogenannten Hochterrasse, die wir in der Ledergasse (Stückle), beim ehemaligen Gasthaus Hirsch und oben in der Schulstraße (Otto Knecht) angetroffen haben. Die noch tiefer im Ort liegenden Schotter entstammen einer noch jüngeren Zeit.

Der sogenannte »Leberkies« ist also nicht nur ein ausgezeichneter Baugrund, sondern bietet darüber hinaus noch die Möglichkeit, den früheren Verlauf des Neckars sowie die Entstehung des Neckartales zeitlich einigermaßen genau zu bestimmen (s. Karte).

Der Untergrund

Der untere Teil des Fleckens Mittelstadt liegt auf Stubensandstein. Besonders schön ist dies im Gieß zu sehen. Das Haus Nr. 27 (altes Schulhaus) zum Beispiel scheint ganz in den Felsen gebaut zu sein. Auch der gegenüberliegende ehemalige Strudel zeigt uns noch sehr deutlich diese geologische Schicht, die in unserem Gebiet das hohe Neckarufer bildet. Dieser Hauptsandsteinhorizont der Keuperformation erreicht hier zwar nicht die Mächtigkeit wie im Norden unseres Landes, lieferte aber seit eh und je gute Bausteine, die schon in früheren Jahrhunderten einen guten Ruf hatten. So wurden zum Beispiel um das Jahr 1570 zum Kranz des Ulmer Münsters Mittelstädter Sandsteine verwendet.

Die eigentliche Werksteinbank, die abbauwürdige Schicht des Stubensandsteins also, ist in Mittelstadt kaum 2 m dick und liegt im oberen Bereich der im Ganzen etwa 25 m mächtigen Sandsteinmasse. So zeigt der alte Steinbruch im Riethrain folgenden Aufschluss:

- 200 cm brauner, schwach geschichteter Lößlehm

- 30 cm Flußschotter

- 200 cm Stubensandstein, dünnschichtig

- 18o cm Werksteinbank, grobkörnig, porös, schwach tonig

- 5 cm sandig-fettige, bituminöse Zwischenlage

- 120 cm dünnschichtig-plattiger Stubensandstein.

Der in diesem Aufschluß zutage getretene Lößlehm reicht als plateauartige Verebnung im Gelände von Oferdingen bis in den Ort Mittelstadt. Er bildet hier die fruchtbarsten Böden in den Fluren Blauhut, Rebstock, Halden, Hofstatt, Klingäcker, Peckbirnbaum und Kreuzsteinen. Beim Bau des neuen Lehrerwohngebäudes im Jahre 1964 konnte diese mächtige Schicht sehr schön beobachtet werden.

Unmittelbar auf dem Stubensandstein liegt jedoch der rote bis violette Knollenmergel, der bei der Bachverdolung im Jahre 1963/64 vielfach angeschnitten wurde. In den Roten Äckern bildet er ganze Flächen, die bis nach Neckartenzlingen hinüberreichen.

Schnitt durch das Albvorland von Mittelstadt bis zum Roßberg (valkstüntl. auch Roßfeld genannt) oberhalb von Clems. Maßstab 1:vio 000, stark überhöhte Darstellung. Wj = Weißjura, Brj. Braunjura, Lias = Sdtwarzer Jura, Kn = Knollentnergei, Stu = Stubensand-stein. Die geologischen Schichten fallen nach SO stark ein (ca. 10 m auf 1 km). Der Linsen-bühl ist ein ehemaliger vulkanischer Explosionsschlot. (Nach OAB Urach, 1909, gez. Brants)

Knollenmergel liefern zwar einen fruchtbaren, aber schweren Boden, der nach lang-anhaltenden Regenfällen stark zu Rutschungen neigt. Da der Anbau das gefährliche Eindringen des Wassers erleichtert, sind Knollenmergelböden besser zu Wald oder Wiese geeignet.

Oberhalb der mit dem Knollenmergel abschließenden Keuperformation beginnt der sogenannte Schwarze Jura. Er ist die untere der drei großen Schichten des schon erwähnten Kalkgebirges, das einst über unserem Gebiet lag. Den Braunen Jura finden wir in einer etwa 2.3o m dicken Schicht in der Nähe des Albtraufes (Glems), während der Weiße Jura in einer Mächtigkeit von ungefähr 30o m den sichtbaren Albkörper selbst bildet. Die Schicht des Schwarzen Jura ist annähernd 90 m dick.

In Mittelstadt finden sich nur die unteren Schichten des Schwarzen Jura, des sogenannten Lias alpha.

Frühere Aufschlüsse an der Bempflinger Straße ließen folgende Schichtung erkennen: Über dem Knollenmergel liegt eine mehrere Meter dicke Wechsellage von dunklen Kalkbänken mit weißlich-grauen Letten (Psilonotenschichten), dann folgen einige Meter grauer, feinkörniger Sandstein, der sogenannte Angulatensandstein, auch Buchsandstein genannt, weil er sich buchförmig spalten lässt. Die Römer im Lachenhau hatten übrigens ihr Haus aus diesem hervorragenden Material erbaut. Auch der Angulatensandstein bildet bei uns keine eigentliche Bank, sondern ist ebenfalls mit weißlich-grauen Letten durchsetzt.

Über dieser Schicht liegen die Arieten- oder Gryphitenbänke, die auf dem Fröhlefelderweg und auf den Lachenäckern auffällige Verebnungen bilden. Der Arietenkalkstein ist außerordentlich hart. Die Bewohner in den Weingartäckern wissen ein Lied von ihm zu singen. Auch seiner Bezeichnung als »Wasserstein« hat er in diesem Wohngebiet alle Ehre gemacht. An seiner Untergrenze befindet sich nämlich häufig Wasser, das sich in dem klüftigen Kalk auf den undurchlässigen Tonen gesammelt hat. Bekannt sind Arietenkalke auch wegen der schönen großen Ammoniten, den »Widderhörnern«, die sich in Pflugradgröße in ihm finden, wie ebenfalls die schöne Austermuschel »Gryphea arcuata«.

Die zuletzt genannten Schichten gehen noch über die Gemarkungsgrenzen nach Riederich und Reicheneck hinaus. Insgesamt bildet der Lias alpha bei uns eine Mächtigkeit von ungefähr 20 Metern.

Die Böden

Auf der Mittelstädter Gemarkung kennen wir drei Arten von Böden :

1. Verwitterungsböden

2. Lößböden

3. Auelehmböden

Den letzteren Boden finden wir in der Talaue des Neckars. Diese umfasst all das Land, das ein starkes Hochwasser überschwemmen kann. Bohrungen in der Talaue zeigen in der Regel stets das gleiche Profil: Geröll und Sand, darauf Auelehm; er ist aus den Schwebstoffen des Hochwassers und feinen Sanden zusammengesetzt. Es ist kein Wunder, daß die Wiesen am Neckar zu den besten der Gemarkung zählen. Auelehm ist besonders fruchtbar. Die außerordentliche Güte des Nonnenwasens zeigt, daß er sich auch zum Getreide- und Brachfruchtanbau hervorragend eignet. Löß- bzw. Lößlehmböden finden wir auf der 1 Tochterrasse, die sich zwischen Mittelstadt und Oferdingen über dem Neckar erhebt. Im ursprünglichen Zustand ist der Löß von staubfeiner Beschaffenheit und enthält ungefähr 20% kohlensauren Kalk. Bei uns ist er jedoch zum Teil, zumindestens in den oberen Schichten (0,5-2 m), in braunen, kalkarmen Lößlehm umgewandelt, ein Ergebnis der Arbeit des Regenwassers in den vergangenen 20 000 Jahren. So lange etwa gibt es bei uns den Löß. (Lößlehm ist infolge seiner Kalkarmut nicht ganz so fruchtbar wie Löß.) Mittelstadts beste Äcker liegen auf diesen Lößlehmböden: Blauhut, Rebstock, Halde, Vor Sankt Klaus, Kreuzsteine, Klingäcker, Peckbirnbaum, Bei den Mauern, Hofstatt, Kapf, Steigweg, Untere Hölläcker, Zwischen den Wegen und Kürze. Verwitterungsböden des unteren schwarzen Jura finden wir auf den Verebnungen zwischen dem Buchbach und dem Hardtwald. Dies sind warme, trockene und für den Ackerbau sehr geschätzte Feldlagen. Hierzu zählen auf unserer Gemarkung die Fluren Fröhlefelderweg, Auf dem Hof, Lange Äcker, Zielten Baum, Schöhlerlen, Bempflinger Weg, Röhrenfeld, Schießwieslen, Lachenhau, Lachenäcker und Henzlen. Weniger gut sind anscheinend die auf dem schweren Knollenmergel liegenden Böden wie die hinteren Hölläcker, die Äcker im Hardtweg und die Stockäcker. Sie wurden schon 1852 bei der Zehntablösung in der Klasse der weniger fruchtbaren Böden geführt, ebenso der Strengel, die Reute, die Heiden und die Hungerhalde.

Aufbau der Landschaft um Mittelstadt (Beschreibung zu Blockbild 1) Mittelstadt liegt im Albvorland in einer durch den Neckar und seine Zuflüsse ausgeräumten Lias- oder Schwarzjura - Landschaft. Der Fluss hat sich im Laufe der erdgeschichtlichen Entwicklung hier bis in den Stubensandstein eingeschnitten. Von den mittleren Keuperschichten treten unterhalb Neckartenzlingens gerade noch die obersten Bunten Mergel in einem schmalen Streifen über der Talaue zutage, die bei Pliezhausen und Mittelstadt im schottererfüllten Neckarbett unmittelbar unter der Talaue anstehen. Der noch tiefer liegende Schilfsandstein und der Gipskeeper sind nirgends aufgeschlossen. über der Stubensandsteinfläche erheben sich die Hänge des obersten Keupers, des Knollenmergels. Sie bilden den Anstieg zu der fast ebenen, weiten Liasfläche, die hier ausschließlich aus deren untersten Formation, dem Lias alpha (Angulaten- und Arietenschichten) aufgebaut ist. Erst weiter südlich erhebt sich über den Tonschichten des Lias beta eine weitere Schwarzjurastufe, die von den Numismalismergeln des Lias gamma und ihrer harten, oberen Kalkbank gebildet wird. über diesen leiten die Schichten des oberen Lias delta und epsilon (Amaltheenton, Posidonienschiefer und Jurensismergel) in den sanften Anstieg des unteren Braunen Jura alpha über. Eine weitere Schichtstufe haben wir dann noch (im Blockbild unten rechts) im Anstieg zur Fläche des unmittelbar vor dem Albtrauf liegenden Braunjura beta, die noch von einigen Vulkanschloten des Uracher Vulkangebiets durchschlagen ist. Alle Schichten fallen nach Südosten ein, so dass die Fläche des Lias alpha nördlich des Neckars bei Gniebel etwa 6o m höher liegt als südlich von Reicheneck unmittelbar vor dem Anstieg zur zweiten Liasstufe des Lias gamma.

Lößlehm- und Schotterüberdeckung (Beschreibung zu Blockbild 11) Während der verschiedenen Eiszeiten wurde die ganze Liaslandschaft mit mächtigen, vorwiegend aus Südwesten von den damaligen Eisrändern hergewehten Lößslaubmassen überschüttet, die sich besonders im Windschartten der Täler, also an ihren Westhängen, absetzten. Sie haben das ursprüngliche Relief der Landschaft, den in Blockbild 1 dargestellten Schichtenaufbau, weithin völlig verhüllt. Die Mächtigkeit dieses fruchtbaren Lößlehms beträgt etwa 1-5 m, kann aber an manchen Stellen, so z. B. bei Pliezhausen am alten Neckargleithang, noch höher sein. An vielen Hängen ist jedoch die einst zusammenhängende Lößdecke wieder abgeschwemmt worden, mächtigere Lagen oder Hangzusammenschwemmungen sind bis heute erhalten geblieben. Der Verlauf der durch Lößlehm teilweise überschütteten und verdeckten Stufenränder von Lias alpha und gamma ist durch eine strichpunktierte Linie angegeben. Die jüngeren eiszeitlichen Talschotter der Erms, die nur wenige Meter über der heutigen Talaue liegen, sind als Ringe gekennzeichnet. Die etwa 3o m höher gelegenen älteren eiszeitlichen Schotter ehemaliger Neckar- und Ermsläufe sind mit Höhenangaben als ausgefüllte Ringe wiedergegeben. Etwa 5o m über der Neckartalaue liegen alteiszeitliche Neckcarschotter (ebenfalls ausgefüllte Ringe). Aus den beiden letzteren lässt sich ein alter Neckarlauf in der Höhe von 350-345 m und ein späterer in der Höhenlage von 330-320 m rekonstruieren. Noch höher gelegene, sehr alte Neckarschotter auf der Liasfläche sind im Blockbild nicht eingezeichnet. Dagegen sind im Ermsgebiet solche dort freiliegenden und hochgelegenen Schotter der ältesten Erms eingetragen (420-38o m).

Klima

Leider gibt es für Mittelstadt keine Wetteraufzeichnungen oder phänologische Beobachtungen über das Aufblühen gewisser Pflanzen, so dass wir uns hier mehr oder weniger auf allgemeine Angaben beschränken müssen.

Das Albvorland, zu dem auch noch unser Ort zählt, gehört zu jenen Gegenden Deutschlands, die ein mildes Klima haben. Der Winter ist in der Regel kurz, der erste Schnee fällt durchschnittlich am 5. November, der letzte am 14. April. Die jährliche durchschnittliche Regenmenge beläuft sich auf 70o mm. Der jährliche Hagelschaden ist beträchtlich; nach einem 8ojährigen Mittel beträgt die Verhagelung in Mittelstadt 2,44 °/o des gesamten Anbaulandes. (Urach 0,05 41/4, Glems 0,75 °/o, Riederich 2,16°M, Reicheneck 1,8o 9o, Bempflingen 3,01 90).

Infolge der Nähe des Neckars hat der eigentliche Ort häufig Talnebel, während die neuen Wohngebiete in den Weingartäckern und das Industriegebiet im Lachenhau zur gleichen Zeit meist im Sonnenlicht liegen. Die Luftfeuchtigkeit im Flecken ist dadurch zu gewissen Zeiten beträchtlich.

Die mittlere jährliche Lufttemperatur beträgt in Mittelstadt 9 Grad, die mittlere Zahl der Tage mit Gewittern während eines Jahres beläuft sich auf etwa 20.

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