Steinbrüche

Steinbrüche in Mittelstadt

    • 1964: Steinbruch (W. Brants)

    • Bild aus dem Naturdenkmal Steinbruch an der Kirrisgrube am 29.8.2020

    • 1967 Erddeponie Kirrisgrube wird in Betrieb genommen, war zuvor Sand - Steinbruch (Quelle: Manfred Knecht)

    • Bild aus dem Naturdenkmal Steinbruch an der Kirrisgrube am 29.8.2020

    • Bild aus dem Naturdenkmal Steinbruch an der Kirrisgrube am 29.8.2020

    • Bild aus dem Naturdenkmal Steinbruch an der Kirrisgrube am 29.8.2020

    • Bau des Kieswerkes (Quelle: Lore Kimmerle)

    • Bild aus dem Naturdenkmal Steinbruch an der Kirrisgrube am 29.8.2020

    • Bild aus dem Naturdenkmal Steinbruch an der Kirrisgrube am 29.8.2020

    • Bild aus dem Naturdenkmal Steinbruch an der Kirrisgrube am 29.8.2020

    • Bild aus dem Naturdenkmal Steinbruch an der Kirrisgrube am 29.8.2020

Steinbrüche in Mittelstadt

    • 1964: Steinbruch (W. Brants)

    • Bild aus dem Naturdenkmal Steinbruch an der Kirrisgrube am 29.8.2020

    • Bau des Kieswerkes (Quelle: Lore Kimmerle)

    • Bild aus dem Naturdenkmal Steinbruch an der Kirrisgrube am 29.8.2020

    • Bild aus dem Naturdenkmal Steinbruch an der Kirrisgrube am 29.8.2020

    • 1967 Erddeponie Kirrisgrube wird in Betrieb genommen, war zuvor Sand - Steinbruch (Quelle: Manfred Knecht)

    • Bild aus dem Naturdenkmal Steinbruch an der Kirrisgrube am 29.8.2020

    • Bild aus dem Naturdenkmal Steinbruch an der Kirrisgrube am 29.8.2020

    • Bild aus dem Naturdenkmal Steinbruch an der Kirrisgrube am 29.8.2020

    • Bild aus dem Naturdenkmal Steinbruch an der Kirrisgrube am 29.8.2020

    • Bild aus dem Naturdenkmal Steinbruch an der Kirrisgrube am 29.8.2020

Über einen Steinbruch in Mittelstadt erfahren wir zum ersten Mal etwas aus einer Urkunde von 1352, in der erwähnt wird, dass eine hiesige Steingrube um 1 Pfund Pfeffer jährlich vom Kloster Pfullingen verliehen wurde. 1510 liefert dann ein „Meister Hans, Steinmetz von Mittelstadt“, Stubensandstein zum Bau eines Kranzes vom Ulmer Münster. 1834 kaufte die Gemeinde einen eigenen Steinbruch in der Kirrisgrube.

1837 kaufte Professor Silber aus Stuttgart vom Sternwirt Stähles Witwe und Jakob Schmid einen Steinbruch in Kapfäcker und Steinhaldle. Ferner pachtete er im Hardt ein Allmandstück zur Steinbruchnutzung. Im selben Jahr wurde infolge des Eisenbahnbaus in Reutlingen – Plochingen von mehreren Bauunternehmern angefragt, ob die Gemeinde keinen Platz zu einem Steinbruch auf der Hardtwiese verkaufen und verpachten würde.

In der Kirrisgrube und im Grafen wurden in jenem Jahr den Steinhauern Georg Küfner und Christian Schneider Allmanden zu Steinbrechen überlassen. Nach der Jahrhundertwende waren nur noch Steingruben im Riethrain und in der Kirrisgrube im Betrieb. Gustav Stückle, Jakob Schneider, Georg Schairer und die Mühlsteinfabrik J. G. Dettinger aus Plochingen hießen die Inhaber. 1919 bezahlte die Firma Dettinger für 1m² Steinbruch 5 Goldmark Pacht für ein Gelände im Riethrain.

1925 betrieb die Gemeinde wieder einen eigenen Steinbruch im Riethrain, 1928 erscheint als Pächter eines Steinbruchs im Grafen wieder ein Stückle, 1935 hießen die Steinbruchpächter Endres, Fickeisen und Hörz.

Der Krieg brachte die Steinbrucharbeiten zu Erliegen. 1945 stellte wieder ein Sondelfinger Bürger einen Antrag auf Inbetriebnahme eines Steinbruchs in der Kirrisgrube. Heute liegen alle ehemaligen Steingruben öd und verlassen. Stubensandsteine aus Mittelstadt sind nicht mehr gefragt.

Verwertet wurde der Mittelstädter Stubensandstein als Baumaterial, ferner fertigte die Firma Dettinger aus ihnen Gerbsteine und Obstmühlewalzen. Viele Arbeiter aus unserem Ort fanden seit Jahrhunderten Arbeit in diesen Sandsteinbrüchen, die schließlich auch einer modernen technischen Welt zum Opfer fielen.

Als Kuriosität wäre noch zu vermerken, das einer alten Überlieferung nach die Mittelstädter 1730 ernsthaft versuchten, auf ihrer Gemarkung nach Steinkohle zu graben, ein Unterfangen, das auf Grund der hier herrschenden geologischen Gegebenheiten natürlich völlig scheitern musste. Es ist leider nicht mehr herauszufinden, welche Hinweise oder Bodenfunde dafür Anlass bildeten, noch wo die ersten Schürfversuche unternommen wurden.

Quelle: Mittelstadt in Vergangenheit und Gegenwart mit Beiträgen von Fritz Flach, Dr. Artur Röhm, Grudrun Schrägle und Konrad Steinmaier. Zeichnungen im Text von Kurt Müller und Walter Brants. Erschienen im Jahr 1965 im Eigenverlag der Gemeinde Mittelstadt.

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