Der Schwäbische Albverein, Ortsgruppe Mittelstadt

1888 wurde der Schwäbische Albverein in Esslingen gegründet. Die Idee weniger heimatliebender und wanderfreudiger Männer fand rasch eine große Anhängerzahl; überall im Lande entstanden nach und nach Wandergruppen, die sich dem Albverein anschlossen. Im Juli 1912 fanden sich auch in Mittelstadt einige begeisterte Wanderfreunde zusammen, um im Ort eine eigene Albvereins-Ortsgruppe zu gründen. Als Vertrauensmann wählten sie den damaligen Schultheißen Striffler. Leider sind aus dieser Zeit keinerlei Aufzeichnungen da, so daß über. die »Kinderjahre« unserer Albvereinsgruppe nicht viel berichtet werden kann.

Erst mit der Wahl Bürgermeister Wenzelburgers zum Vertrauensmann, im Jahre 1928, können wir ihre Geschichte lückenlos verfolgen. Wenn man die damaligen Protokolle durchliest, hat man sehr deutlich den Eindruck, dass die Ortsgruppe in jenen Jahren schon das darstellte, was das Wesen des Schwäbischen Albvereins überhaupt sein sollte: Eine große Familie, die getragen ist von der Liebe zur heimatlichen Natur und Kultur und von der Freude am Wandern.

Dieser glücklichen Entwicklung setzte der II. Weltkrieg ein jähes Ende. Nach dem Umsturz im Jahre 1945 wurde der Schwäbische Albverein zusammen mit anderen Vereinen von den Siegermächten verboten. Erst 1948 gelang es, dank der großen Mühe von Richard Haug, die hiesige Ortsgruppe wieder ins Leben zu rufen; es war selbstverständlich, dass man ihn auch zum Vertrauensmann wählte.

Von 1952 bis 1956 folgte ihm in diesem Amte Gottlieb Kuhn. Fritz Flach führte unsere hiesigen »Albvereinler« dann' bis zum Jahre 1965. Im Mai dieses Jahres wurde dann in einer außerordentlichen Generalversammlung Otto Veit zum Vertrauensmann gewählt. Die AV-Ortsgruppe Mittelstadt zählt heute 110 Vollmitglieder. 3o Jugendliche sind in einer Jugendgruppe zusammengefasst, in der besonders der Volkstanz gepflegt wird.

Hervorzuheben ist noch, dass unsere Albvereinsgruppe rund um Mittelstadt an den schönsten Plätzen unserer Gemarkung Ruhebänke aufgestellt hat, eine Arbeit, für die die ganze Gemeinde unseren »Albvereinlern« zu danken hat, zumal diese dafür weder Zeit noch Geld gescheut haben.

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