Martin Schäfer
Manche Menschen tragen die Geschichte eines Dorfes nicht durch große Worte, sondern durch ihre Beständigkeit in sich. Einer von ihnen ist Martin Schäfer. Seit fast fünf Jahrzehnten ist Mittelstadt ein wichtiger Mittelpunkt seines Lebens – geprägt von Familie, Freundschaften und der Verbundenheit zu den Menschen vor Ort.
Seine Geschichte mit Mittelstadt begann im Jahr 1976. Damals lernte er seine Frau kennen – ein Ereignis, das sein Leben nachhaltig verändern sollte. Mit einem Lächeln sagt er heute: „Meine Frau und die örtlichen Vereine verbinden mich ganz besonders mit unserem Dorf.“ Was damals mit einer Begegnung begann, entwickelte sich zu einer tiefen Verwurzelung in der Dorfgemeinschaft.
Familie als Mittelpunkt
Wer Martin Schäfer beschreibt, spricht schnell über seine Familie. Er selbst bezeichnet sich als stolzen Familienvater und achtfachen Opa. Die Familie ist es auch, die sein Herz dauerhaft an Mittelstadt gebunden hat.
Besonders glücklich ist er, wenn ihn seine Enkelkinder besuchen. Regelmäßig sieht man ihn vor dem Kindergarten, wenn er einen seiner Enkel mit dem Traktor abholt – Momente, die ihm ein Lächeln ins Gesicht zaubern und die zeigen, wie wichtig ihm die Zeit mit den jüngsten Familienmitgliedern ist.
Seinen persönlichen Lieblingsplatz hat er direkt vor der eigenen Haustür gefunden: Im Garten, auf dem Liegestuhl, bei schönem Wetter. Dort genießt er die Ruhe, die Natur und die Nähe zu den Menschen, die ihm wichtig sind.
Das Dorfleben im Wandel
Mit einem wachen Blick verfolgt Martin Schäfer die Entwicklungen in Mittelstadt. Einige Veränderungen betrachtet er mit Wehmut. Dass es heute keinen Metzger und kein „Lädle“ mehr gibt, bedauert er. Gleichzeitig freut er sich über neue Treffpunkte, die das Miteinander fördern.
Besonders schätzt er den heutigen Bäcker Bayer, der für viele Menschen im Ort zu einem wichtigen Begegnungsort geworden ist.
„Der tägliche Treff beim Bäcker Bayer gefällt mir sehr“, sagt er. Für ihn sind solche Orte wichtig, weil sie Gespräche ermöglichen und Menschen zusammenbringen.
Vereine als Herzstück der Gemeinschaft
Auch wenn sein eigenes Engagement aufgrund vieler beruflicher Reisen lange Zeit begrenzt war, liegt ihm die Vereinskultur besonders am Herzen. Für die Zukunft wünscht er sich, dass die Vereine ihre wichtige Rolle im Dorf weiterhin erfüllen und pflegen.
Eine Erinnerung bewegt ihn bis heute besonders: der Aufstieg des FC Mittelstadt in die Bezirksliga. Nicht nur der sportliche Erfolg ist ihm in Erinnerung geblieben, sondern vor allem die Kameradschaft und der Zusammenhalt, die diese Zeit geprägt haben.
Vielleicht überrascht es daher nicht, dass er bei den Potenzialen des Dorfes mit einem Augenzwinkern einen ganz besonderen Wunsch äußert:
„Dass der FC Mittelstadt wieder in die Kreisliga A aufsteigt.“
Zusammenhalt als Schlüssel für die Zukunft
Für die Zukunft Mittelstadts hat Martin Schäfer einen klaren Wunsch: mehr Zusammenhalt, mehr Hilfsbereitschaft und ein starkes Miteinander – besonders in den Nachbarschaften.
Er hofft, dass die Menschen stolz darauf sind, in Mittelstadt zu leben, und dass die jüngere Generation die ältere Generation mit Freude und Selbstverständlichkeit unterstützt.
Dabei denkt er auch an Menschen, die sich über viele Jahre für das Dorf eingesetzt haben. Besonders erwähnt er seinen Freund Hans Knecht, der sich über Jahrzehnte hinweg im Gemeinderat für die Belange Mittelstadts engagiert hat.
Sein Lebensmotto spiegelt seine positive Haltung wider:
„Am Ende des Tages wird alles gut.“
Und auch sein Lieblingsspruch zeigt seinen optimistischen Blick auf das Leben:
„Hinter jeder Krise oder Niederlage steckt eine große Chance.“
Mit dieser Einstellung blickt Martin Schäfer auf sein Dorf, seine Familie und die Zukunft – in der Hoffnung, dass die Menschen weiterhin in Frieden miteinander leben und den besonderen Geist Mittelstadts bewahren.
Danke an Menschen wie Martin Schäfer
Mit dem Projekt „Gesichter unseres Dorfes“ möchten wir die Menschen sichtbar machen, die Mittelstadt über Jahre und Jahrzehnte hinweg geprägt haben und prägen.
Wir von mittelstadt.info danken Martin Schäfer herzlich für seine Offenheit und seine Einblicke. Seine Geschichte zeigt, dass Dorfgemeinschaft vor allem dort entsteht, wo Familie, Freundschaft, Vereine und gegenseitige Unterstützung zusammenkommen.
Es ist wertvoll, Menschen wie ihn in unserer Mitte zu wissen – Menschen, die den Zusammenhalt leben, Erinnerungen bewahren und gleichzeitig Hoffnung für die Zukunft schenken.
