En de Wiesla

1950: Blick auf die Festhalle (Quelle: Zvonko Zebic)

1950: Blick auf die Festhalle (Quelle: Zvonko Zebic)

Es führte ein Fußweg als Verbindung von der Hofstatt end Schmittla. Die Häuserrückzeilen dieser Straßen waren Grenzen sowie der Germaniagarten, der Köhlersgarten, in dem ein großer Bienenstand respektvoll Abstand gebot. Bachaufwärts war freies Feld bis hinaus ins Paradies. Heute kaum mehr vorstellbar, da vollständig überbaut. Es war ein beliebter Spielplatz für Jugendliche.

Winters für Rodler, mit einsitzigen Fidelesschlitten, sogenannten Bocklern (mit so einem fuhr auch die kerna Kathre, je ein Laib unter den Armen und einen auf dem Bauch auf dem Kopf d Schmittla na zom Becka). Die mehrsitzigen Davoser waren gehobene Klasse. Auch die Skifahrer mit Fassdauben und Schnabelskiern beanspruchten die Hügelchen. Man musste die Alltagsstiefel umrüsten mit Riemchen am Absatz und Blechmanschetten im Zehenbereich. Gewachst wurden die Latten mit Kerzenwachs, manchmal auch schon mit speziellen Wachsen, die mit Omas altem Kohlebügeleisen aufgetragen wurden. Stahlkanten gab es nicht. Man fuhr Schuss den Steilen hinunter, musste unten gleich irgendwie eine Kurve reißen sonst landete man im Bach.Eine leichtere Bahn endete in einer Zunge im Bachgebüsch. Die Skifahrer ärgerten sich gleichermaßen über die Schlittler und die Maulwürfe, den beide verhunzten die Piste, denn es lag meist nur eine dünne Schneedecke. An Neujahr trafen sich die Neujahresanwünscher, die bei Ihren Verwandten Groschen für die Munition gesammelt hatten. Es zischte und knallte mit Heulern, Käpseles-Pfropfenpistolen und Kanonenschlägen. Nicht annähernd mit heutigem Umfang.

Richtig belegt war es an den Osterfeiertagen zum Oierbala. Erstens prachtierte man mit den Eiern, die man bekommen hatte. Dann warf man sie sich vorsichtig zu. Man probierte Spitz und Arsch. Buben mussten sich entscheiden, ob sie die Eier lieber essen wollten oder um die Wette über die Bäume werfen, wobei die Eier meist in Bäumen oder am Boden zerfledderten, egal ob Teufelchen oder Engelchen das heißt der Dotter grünlich oder goldgelb war, je nachdem wie lange sie gesotten wurden.

Um diese Zeit durfte man noch in die Wiesen, Mädchen sammelten Sträuße aus Schlüsselblumen, Gänseblümchen, Veilchen – aber ja keine Rossveilchen. Die Buben maßen Ihre Kräfte beim Spechten. Der Wieslenbach war das ganze Jahr ein idealer Spielplatz mit Garantie für nasse Füße. Da, wo heute der Kindergartenspielplatz mit seinem konstruierten Spielgeräten ist, hatten wir früher in den Bachschlingen freie Bahn, fast ohne Aufsicht, sieht man von den Bauern ab die um ihre Heuwiesen besorgt waren.

Quelle: unbekannt

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